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„Analsex? Wirklich? Ihhhh…nein, mein Po bleibt Jungfrau. Da kommt nix rein!“ – Für viele Frauen und auch Männer ist Analverkehr immer noch ein Tabuthema. Nur etwa 10 Prozent aller Frauen und Männer praktizieren ihn. Schade eigentlich. Denn wer sich auf das Abenteuer Analsex einlässt, kann nur (an Lust) gewinnen!

Daher reden wir jetzt mal Tacheles und packen die wichtigsten Fakten und Antworten für euch auf den Tisch.

 

Was ist eigentlich Analverkehr?

Die Fakten vorweg: Wenn der Analverkehr richtig vorbereitet wird und ihr ganz behutsam dabei vorgeht, dann wird der Sex für beide sehr erregend sein. Denn der Anus ist eine hoch erogene Zone, in der sich zahlreiche Nervenenden bündeln und die bei jeder Berührung ein erotisches Feuerwerk entfachen kann. Die Kunst besteht darin, diese Berührungen auch zuzulassen und sich im wahrsten Sinne des Wortes locker zu machen. Was die ganzen Vorurteile zum Analsex angeht, können wir nur sagen: bei näherem Hinsehen lassen sich die meisten nicht bekräftigen.

 

Vorbereitung ist die halbe Miete

Doch bevor wir ans Eingemachte gehen und ihr loslegt, lasst uns erstmal über die Vorbereitung und das Equipment reden.

  • Beim Analverkehr solltet ihr ausreichend Gleitgel parat haben. Denn im Vergleich zur Vagina kann der Anus nicht selbstständig für Feuchtigkeit sorgen. Und ohne Gleitmittel würde das Ganze in einer schmerzhaften Angelegenheit enden. Aber das wollt ihr ganz sicher nicht. Es gibt mittlerweile auch schon spezielle Anal-Gleitgele, die leicht betäubend sind und eine entspannende Wirkung haben.
  • Auch wenn dieser Irrglaube noch immer weit verbreitet ist: Nein, Analsex schützt nicht vor der Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten und Infektionen. Vor allem bei einer/m neuen/m Partner/in sollte die Verwendung eines Kondoms Pflicht sein. Im Handel gibt es übrigens spezielle Kondome für den Analverkehr. Die sind etwas strapazierfähiger als die üblichen Kondome. Auch beim Analverkehr besteht übrigens ein geringes Risiko einer Schwangerschaft. Also denkt an die Verhütung.
  • Sextoys gibt es in allen Formen und Farben und auch für den Analverkehr. Sie sind zwar kein Muss, aber können euch dabei helfen, den Anus eurer Liebsten durch eine sanfte Dehnung besser auf den Analverkehr vorzubereiten.
  • Eine Darmspülung ist vorher übrigens nicht von Nöten, falls ihr euch das gefragt habt. Da der Enddarm lediglich ein Durchgangskanal ist. Außer ihr fühlt euch damit wohler. Dann macht es ruhig. Sonst reicht eine kurze Dusche vorher vollkommen aus. Die kann man übrigens auch gut ins Vorspiel integrieren.

 

Und los geht’s – aber vorsichtig

Wenn ihr noch keine Erfahrungen mit Analverkehr habt, dann solltet ihr es in jedem Fall etwas langsamer angehen lassen und euch ein wenig darauf vorbereiten. Denn ansonsten kann diese Sexpraktik statt Lust Schmerzen verursachen und das wollt ihr vermutlich vermeiden. Es wäre ja auch schade, wenn ihr euch den zukünftigen Spaß durch ein erstes negatives Erlebnis verderben würdet.

Anders als die Vagina ist das Hintertürchen nur begrenzt dehnbar. Nehmt euch daher viel Zeit für das Vorspiel. Nehmt ein gemeinsames Bad, lasst euch mit einer Massage verwöhnen – macht alles, was euch entspannt. Je mehr ihr den Schließmuskel durch Küssen, Streicheln oder Massieren stimuliert, desto schneller entspannt er sich übrigens. Und wenn ihr selbst richtig entspannt seid, könnt ihr den Analverkehr richtig genießen. Wichtig ist, dass der Anus sanft und behutsam auf den Sex vorbereitet wird. Das geht am besten mit einem oder zwei kreisenden Fingern oder Sextoys. Geht dabei langsam Millimeter für Millimeter vor, damit der Schließmuskel nicht unwillkürlich verkrampft.

 

Es muss flutschen

Das A und O beim Analsex: es muss flutschen. Benutzt daher ausreichend Gleitgel. Lieber zu viel als zu wenig ist hier die Devise. Denn wie schon oben erwähnt, kann der Anus keine eigene Flüssigkeit produzieren wie die Vagina. Und genau das ist meistens auch im Fall von Schmerzen das Problem. Seid ihr für den nächsten Schritt bereit, kann er seinen Penis ganz behutsam einführen und mit der Eichel langsam hinein- und hinausrutschen.

Wenn ihr Mädels beim Analsex lieber die Regie übernehmen wollt, positioniert euch am besten in der Reiterstellung. So könnt ihr ganz leicht selbst entscheiden, wie weit ihr gehen möchtet und wie tief der Penis in den Anus stoßen darf. Eine prima Alternative für alle Frauen, die Sorgen haben, dass er im Eifer des Gefechts nicht zu bremsen ist. Und, schöner Nebeneffekt: In dieser Position kann er zusätzlich auch deine Klitoris stimulieren.

Wenn ihr erst einmal einen erfolgreichen Versuch gestartet habt, erleben vor allem viele Frauen Analverkehr als extrem lustvoll. Die vielen Nervenenden um den Anus herum führen zu wohligen Ganzkörperschauern und so manche Frau erlebt den Orgasmus viel intensiver. Für die Männer wird es ebenfalls ein besonders intensives Erlebnis, da der Anus sehr viel enger und weniger dehnbar ist als die Vagina.

 

Tipp: Wer sich traut – den Spieß mal umdrehen

Nicht nur der Penis ist das Lustzentrum des Mannes. Auch die sanfte Massage der Prostata soll ihm besonders intensive Höhenflüge bescheren. Der kastaniengroße Punkt befindet sich unterhalb der Blase am Beckenboden und umschließt die Harnröhre. Wenn er einmal deine Finger in sich aufgenommen hat, kannst du ihn leicht krümmen und mit der Massage der inneren Anuswand beginnen. Er wird es sich kaum halten können vor Lust.

 

Und, was sagt ihr? Seid ihr bereit für ein kleines Abenteuer? ;-)

 

Übrigens: Frauen, die Spaß am Analverkehr haben, erreichen einer Studie zufolge häufiger einen Orgasmus als jene, die davon eher nichts halten. Vielleicht auch ein gutes Argument…

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Kommentare

  1. Ich trau mich nicht, habe Angst ihr weh zu tun.

    | J. Nowke | Antworten