Woman on chair with shooting target

Gibt es ihn oder gibt es ihn nicht? Ganz ehrlich, keiner weiß es wirklich.

Es verhält sich ganz wie bei der Frage nach dem vaginalen Orgasmus. Jemand hatte eine Idee, die sich weder widerlegen noch bestätigen lässt, die aber seitdem in unseren Köpfen umherspukt.

Seit der Gynäkologe von Gräfenberg den nach ihm benannten G-Punkt um 1950 ausfindig gemacht haben will, wird nach ihm gesucht. Manche Forscher finden ihn, andere nicht. Vielleicht spüren Sie Ihren G-Punkt, vielleicht auch nicht.

Fakt ist, dass die Harnröhre von den sogenannten Skene-Drüsen oder paraurethralen Drüsen umgeben ist. Diese Drüsen liegen bei jeder Frau unterschiedlich und ihre Stimulierung ist sexuell erregend. Wenn die Skene-Drüsen bei Erregung anschwellen, füllen sie sich mit Flüssigkeit und sind dann auch an der vorderen Scheidenwand fünf Zentimeter vom Scheideneingang entfernt zu ertasten. Alles Weitere ist Spekulation. Übrigens, diese Flüssigkeit kann sich beim Orgasmus entleeren. Das bezeichnet man als weibliche Ejakulation.

Meine Meinung? Zufällig sind es laut dem italienischen Mediziner Emmanuele Jannini genau die 30 Prozent Frauen, die einen vaginalen Orgasmus verspüren, die auch behaupten, einen G-Punkt zu haben. Das ließe sich mit der Klitoris erklären, die fast den gesamten Genitalbereich durchzieht. Bei entsprechender Entfernung der Glans zur Harnröhre kann ein Orgasmus allein durch den Geschlechtsverkehr erreicht werden, was dann irrtümlich als vaginaler Orgasmus bezeichnet wird.

Und was fangen wir nun mit dieser Erkenntnis an?

Es gibt keinen Knopf, den man drücken und zum Höhepunkt kommen kann. Schade eigentlich, denn das wäre so schön einfach.

Warum lösen wir uns nicht von der Frage, ob vaginal, klitoral, G-Punkt und akzeptieren schlichtweg, dass es für jede Frau verschiedene Arten von Empfindungen beim Orgasmus gibt? Denn diese Frage schränkt uns ein und hinterlässt bei allen Frauen, bei denen es nicht wie gewünscht funktioniert, einen faden Beigeschmack zurück.

Manchmal beschränkt sich der Orgasmus eben auf den Genitalbereich und manchmal reißt er uns so mit, dass wir denken, die Zeit bliebe stehen. Und das lässt sich nicht einfach nur durch die Anatomie erklären. Erregung entsteht zuallerst im Kopf. Wenn wir da frei sind, können wir den Sex ganz anders genießen und viel intensiver fühlen.

Mein Tipp: Probieren Sie doch mal den Deluxe Vibes Delight, den unsere Produkttesterin Renee in ihrem Blog vorgestellt hat, aus. Der stimuliert durch seine geschwungene Form den erogenen Bereich in der Scheide, in dem der G-Punkt vermutet wird. Schauen Sie doch einfach mal, wie sich das anfühlt!

Foto: © konradbak – Fotolia.com

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