Erinnern Sie sich an die aufregenden Zeiten, als das andere Geschlecht noch das große Mysterium war, das es zu erkunden galt? Daran, dass man sich schwitzend im Dunkeln an den unterschiedlichsten Praktiken versuchte, was nicht immer von purer Lust und Leidenschaft gekrönt war? Die Übung macht eben den Meister – auch beim Sex. Wie es sich mit ihm in den unterschiedlichen Lebensphasen verhält, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Foto:  Kotin / Shutterstock
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Sex Mit 20: Je mehr desto besser!

Es geht ausschließlich um das Eine und zwar um die schönste Nebensache der Welt: Sex. Dabei steht nicht die Qualität sondern die Quantität ganz weit oben. Ihr Liebensleben wird zum Labor in Sachen Partner und Praktiken, und das am liebsten vier bis fünf Mal die Woche. Männer in den Zwanzigern sind testosterongesteuerte Gipfelstürmer; was zählt, ist vor allem die eigene Befriedigung. Der Orgasmus der Partnerin bleibt dabei zwar auf der Strecke – doch was macht das schon? Sie beide sind schließlich Columbus und betreten erotisches Neuland, das von Ihnen neu erforscht werden will – das eigene und das des Partners. Das ist schließlich aufregend genug, oder? Tipp: Zwischendurch mal auf die Bremse treten und sich Zeit für’s Genießen nehmen. Das eröffnet ganz neue Galaxien!

Sex mit 30: das Lust-Hoch

Ihr Körper ist längst kein unbekanntes Wesen mehr, und wie die männliche Spezies funktioniert, dafür haben Sie in den letzten Jahren ebenfalls einen ausgeklügelten Schaltplan entworfen. Beim Sex geht es jetzt vor allem um Ihre genussvolle Befriedigung – mit kleinen Einschränkungen. Denn wenn der Nachwuchs plötzlich verschlafen vor dem Ehebett steht, das Baby schreit oder am frühen Morgen die Brote für die Kindergarten und Schule gerichtet werden wollen, bleibt nur wenig Zeit für entspannte Zweisamkeit im Bett. Andererseits haben Sie mit 30 Ihr sexuelles Hochdruckgebiet erreicht, soll heißen: Ihre Orgasmusrate schnellt laut Studien von 23% auf 90% hoch! Bei diesem Versprechen lohnt es sich doch, Zeitfenster für den Quickie am Morgen einzuplanen, oder?

Sex mit 40: schlemmen und genießen

Der Nachwuchs ist aus dem Gröbsten raus, der Nestbau ist abgeschlossen, jetzt können Sie sich ganz entspannt dem ungestörten Sex widmen. Das Schöne: Dieses Wissen und Ihre Erfahrung machen Sie extrem gelassen. Wer sich auf Partnersuche begibt, trifft jetzt endlich auch auf souveräne, erfahrene Liebhaber, denen man auf Augenhöhe begegnet. Und machen Sie sich ruhig auf einiges gefasst: Unerforschtes Terrain lockt. Ihr neues Selbstbewusstsein rät Ihnen, sich auf so manches einzulassen, das Sie früher vielleicht abgelehnt haben.

In langen Partnerschaften ist der Sex intensiver und vertrauter. Das Wissen um die Problemzönchen, die Sie einst mit allen Mitteln zu vertuschen suchten, tritt jetzt in den Hintergrund. Völlig nebensächlich im Vergleich zu den Genuss-Sphären, die sich gemeinsam mit Ihrem Partner auftun. Sie wissen, wo es für Sie langgeht. Und Ihr Partner weiß das auch. Ernten Sie jetzt, was Sie über lange Jahre gesät haben. Und zwar gaaaanz entspannt und mit viel Muße!

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