Von Sara Taels – Master in Sexologie – für die Beate Uhse Gruppe

Masturbations-Shaming bei Männern: ‘Männern nicht zuzugestehen, dass sie masturbieren dürfen oder aber dass der Partner darauf ungehalten reagiert’. Evtl. denkst Du bei diesem Ausdruck: ‘Was für ein Unsinn’. Masturbations-Shaming ist ein Phänomen, das leider besteht und dafür sorgt, dass Männer Ihrem Partner gegenüber nicht ehrlich sind und nicht zugeben, dass sie ab und an selbst Hand anlegen. In manchen Fällen hören sie sogar komplett auf mit Selbstbefriedigung. Es ist jetzt höchste Zeit, um Masturbations-Shaming aus unserem Wortschatz zu verbannen, da intime Selbstliebe (Masturbation) nur Vorteile mit sich bringt!

 

Cornflakes, ein altbekanntes Mittel gegen Masturbation

Masturbations-Shaming ist nicht neu: Schon jahrhundertelang ist Selbstbefriedigung als “Sünde” gebrandmarkt, also, religiösen Texten zu Folge, etwas Unnatürliches. Sich selbst zu befriedigen war ein Tabu und diese Botschaft wurde auf alle möglichen und unmöglichen Arten verbreitet. Wusstest Du, dass Cornflakes, 1877 erstmals herausgebracht durch John Harvey Kellogg (den Mitbegründer der weltbekannten Marke), als Mittel gegen Masturbation angepriesen wurden? Jeden Tag Cornflakes essen sollte den Drang, Hand an sich selbst zu legen, vermindern. Kellogg selbst war absolut kein Freund körperlicher Gelüste (Gerüchten zufolge starb er als männliche Jungfrau) und sah seine Entwicklung als gesunde, schnell zubereitete Anti-Masturbationsmahlzeit an. Glücklicherweise sind wir heute schlauer. Ein Schälchen Cornflakes ist ein prima Energielieferant für eine herrliche Masturbationseinlage. Sorry, Mr. Kellogg …

 

‘Let’s talk about Sex, Baby!’

LDas Phänomen Masturbations-Shaming basiert teilweise auf dem Gedanken, dass, sofern Du masturbierst, dies impliziert, dass Du sexuell zu kurz kommst. Das ist natürlich Unsinn, da Masturbation kein Indikator dafür ist, ob Du genug Sex hast. Vielmehr ist Masturbation eine Form von Entspannung und tierischem Instinkt. Heutzutage verwenden wir Cornflakes nicht mehr, um Masturbation zu unterdrücken. Dennoch existieren noch diverse Stigmen in Bezug auf unsere sexuellen Gelüste. Aktuelle Untersuchungen über das autoerotische Verhalten von Frauen (Pinkerton, Bogar, Cecil und Abramson) zeigen, dass diese oft nicht ehrlich darüber sind, wie häufig sie masturbieren oder wie oft sie sich Pornos anschauen, also etwas, das sich auch in der Beziehung für männliche Partner widerspiegelt. Dadurch ist Masturbations-Shaming bei Männern zu einem weitverbreiteten Phänomen geworden. Und genau dafür gibt es absolut keinen Grund, da Untersuchungen gezeigt haben, dass Masturbation (sowohl bei Frauen als auch Männern) die sexuelle Zufriedenheit beider Partner steigern kann und so die Beziehung festigt. Lasst daher die Geheimhaltung hinter euch und sucht zusammen das Gespräch über Selbstbefriedigung!

Ein anderes Argument, das gelegentlich bei Masturbations-Shaming gebraucht wird ist, dass „Masturbation ungesund sei“. Dies ist ebenfalls Unsinn, da verschiedene Untersuchungen gezeigt haben, dass Masturbation entspannt und inspiriert. Bei einem Orgasmus werden Hormone ausgeschüttet, die das Stressniveau senken, was euch entspannter und glücklicher werden lässt. Zusätzlich gibt Masturbation eurem Immunsystem einen Schub und kann auch physische Schmerzen lindern (Leonard, 2010). Sieh Masturbation daher als eine angenehme Alternative zu Aspirin an!

 

Mach den Unterschied!

Die einzig mögliche Art, um das Tabu von Masturbations-Shaming zu durchbrechen, ist darüber zu reden. Das ganze Phänomen beruht auf Scham und gesellschaftlicher Wahrnehmung. Aber ist es jetzt nicht so langsam an der Zeit, diese alten Denkweisen hinter uns zu lassen? Immerhin schreiben wir das Jahr 2017! Du kannst dabei den Unterschied machen! Wie? Sei ehrlich und aufrichtig, wenn es um Masturbation geht. Nein, Du musst nicht jedem sagen, dass Du dreimal die Woche masturbierst. Such aber auf jeden Fall den Dialog mit Deinem Partner und führe ein offenes Gespräch über Masturbation. Masturbation hat so viele Vorteile und eigentlich keinen einzigen Nachteil. Nimm die Sache daher sprichwörtlich selbst in die Hand und, ganz wichtig, schäm Dich deswegen nicht! Je schneller wir anfangen, offen darüber zu reden, desto schneller können wir den Begriff Masturbations-Shaming aus unserem Sprachgebrauch streichen. Ein kleiner Tipp: Warum sollte man nur allein masturbieren können? Versuch einfach mal, Deinen Partner einzubeziehen und so mehr Offenheit zu erzeugen. Masturbier gleichzeitig mit Deinem Partner und schaut euch dabei verführerisch an oder lasst Euren Partner dabei zuschauen, wie Ihr Euren Körper intim verwöhnt…

 

Macht es spannend und verführerisch!

Und wenn Du dann doch schon mal dabei bist, hast Du schon überlegt, Deiner Masturbations-Routine einen neuen Schub zu geben und interessante Spielzeuge zu verwenden? Genau wie beim Liebesspiel auch können erotische Spielzeuge für Männer Deinem erotischen Vergnügen eine neue Dimension hinzufügen. Die Auswahl ist riesig: vom modernen Prostatastimulator über prickelnde Masturbatoren hin zu Masturbationshüllen. Diese Spielzeuge für Ihn sind ideal, um Deinen Körper kennenzulernen, neue Hot Spots zu entdecken und den Masturbationsgenuss noch aufregender zu machen. Have Fun!

In Liebe, Sara

 

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Kommentare

  1. Ich schäme mich nicht. Ich mach es mir auch selbst,da meine Frau sehr krank ist und Sex nicht mehr kann. Es tut ihr leid, doch lieber so,als wenn ich fremd Gänge. So seh ich es auch. Als es bei ihr noch ging,war sie mein ein und alles. Sie liebe ich heute auch noch, auch wenn wir nichts mehr mit einander haben. Ich bin ihr trotzdem treu und nehme lieber die eigene Hand. Wozu hat man 2gesunde Hände.

    | Drechsler Wolfgang | Reply