Eigentlich findet der offizielle Welttag des Orgasmus weltweit am 21. Dezember statt. Doch die brasilianische Kleinstadt Esperantina im Nordosten des Landes ernannte kurzerhand den 09. Mai zum inoffiziellen „Tag des Orgasmus“. Seit 2002 feiert man hier unter dem Motto “alle haben das Recht auf Lust” den schönsten Höhepunkt des Jahres. Wie und wo sechs unserer Leserinnen ihren sensationellsten Orgasmus erlebten, lesen Sie hier.

Orgasmus Frau
Foto: Mayer George / Shutterstock

Orgasmus am Bildschirm

„Wir führten eine Fernbeziehung. Mein Freund arbeitete für sechs Monate in New York, während ich in unserer Wohnung in Hamburg geblieben war und unseren Alltag daheim managte. Was uns in dieser Zeit also blieb, war statt realem Sex die „Cyber-Variante“. Jeden Abend „trafen“ wir uns vor der Webcam und unterhielten uns per Skype. Irgendwann sagte ich ihm, wie sehr ich seinen Körper vermisste. Er gab zu, dass es ihm nicht anders ginge – und so gab ein Wort das andere und schon befanden wir uns inmitten eines schönsten gemeinsamen „Kopfkinos“. Er sagte, ich solle meine Bluse auszuziehen. Erst kam ich mir etwas albern vor, tat es dann aber doch. Ich konnte sehen, wie er meine nackten Brüste betrachtete und ebenfalls anfing, sich auszuziehen.  Als auch er nackt vor seinem PC saß, wurde ich mutiger. Ich nahm meinen Vibrator und begann, mich zu stimulieren. Mein Freund tat es mir gleich, nahm seinen Schwanz in die Hand und massierte ihn. Der „Dirty Talk“, der sich auf diese Weise ganz natürlich ergab, trieb uns bis zum äußersten. Den anderen zu beobachten, wie er sich selbst befriedigt war unglaublich. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so scharf gewesen zu sein und vermisste meinen Freund in diesem Moment wahnsinnig. Dann kam ich kurz und heftig, mein Freund nur wenige Sekunden nach mir. Seitdem haben wir uns öfter zum „Cyber-Sex“ verabredet.“

Anne, 31, aus Ahlen

Mein patenter Helfer

 „Es war eine dieser Durststrecken, auf der ich beinahe ein Jahr lang auf eine Beziehung verzichtete. Ich hatte mich gerade selbständig gemacht und verbrachte Tag und Nacht an meinem Schreibtisch, um mein junges Business ins Rollen zu bringen. Folglich waren auch One-Night-Stands Mangelware. Von meinen Freundinnen wusste ich, dass sie alle über eine „Goodie-Schublade“ verfügten, einem Ort, in dem sie ihre Sex-Toys aufbewahrten. Nur ich hatte mich bisher standhaft geweigert, ein „echter“ Mann war mir lieber gewesen. Doch in der Not fängt der Teufel bekanntlich Fliegen – und Frau kauft sich einen Vibrator. Da ich mich quasi in kaltem Entzug befand, probierte ich meinen kleinen „Loverboy“ aus weichem Latex direkt am Schreibtisch aus – und hatte den wohl heftigsten Orgasmus meines Lebens! Bis heute ist er mir übrigens ein treuer Begleiter – den ich mittlerweile gern mit meinem heutigen Ehemann gemeinsam bei unseren fantasievollen Liebesspielen einsetze.“

Tina, 36, aus Bad Zwischenahn

Erotische U-Bahn-Fahrt

„Schon auf der Party konnten wir uns kaum noch beherrschen. Der Wein war reichlich geflossen, und als wir uns beim Tanzen eng umschlungen aneinander schmiegten und uns schließlich in einem langen, feuchten Zungenkuss wiederfanden, mussten wir eine Zwangspause einlegen, um nicht an Ort und Stelle übereinander herzufallen. Auf dem Heimweg in der U-Bahn gab es schließlich kein Halten mehr. Er zog mich auf seinen Schoß und öffnete den Reißverschluss seiner Hose. Erst versuchte ich noch, ihn abzuwehren, denn in unserem Abteil saßen trotz der späten Stunde noch einige wenige Fahrgäste. Doch er blieb hartnäckig. Mir wurde heiß, ich war so feucht, dass ich innerhalb von Sekunden hätte kommen können, doch fürchtete ich, dabei zu laut zu sein und damit alle Blicke auf uns zu lenken. Diese ungewohnte Situation machte mich unglaublich an. Er ließ seine Hand unter mein Kleid und in mein Höschen gleiten, streichelte mich intensiver. An meinem Po und durch seine Hose hindurch fühlte ich, wie hart er war. Dann kam ich – unglaublich intensiv. Ich stöhnte auf, einige Köpfe drehten sich in unsere Richtung. In jenem Augenblick war es mir völlig egal. Noch heute erregt es mich, wenn ich mir nur unseren U-Bahn-Sex ins Gedächtnis rufe!“

Karina, 29, aus Berlin

Doppelseitig

„Mein unglaublichstes Orgasmus-Erlebnis hatte ich ganz überraschend bei einer „doppelten“ Nummer. Analsex war für mich bis dahin immer ein großes Tabu, an das ich mich nicht herantraute, da ich es mit Schmerzen verband. Doch wusste ich von meinem Partner, dass diese Praktik – wie wohl bei allen Männern – auch zu seinen Fantasien gehörte. Irgendwann beschloss ich, es zu versuchen. Wir gingen es ganz gemächlich an. Wir hatten bereinbart, dass wir sofort aufhören, wenn ich das Signal gebe. Er massierte mich mit erst viel Gleitgel, machte meinen Anus auf diese Weise geschmeidig. Während ich mich auf allen Vieren befand, drang er sehr langsam und vorsichtig von hinten in mich ein. Es war eng, aber nicht unangenehm, als er sich behutsam in mir zu bewegen begann. Plötzlich fühlte ich, wie er meine Klitoris mit meinem Vibrator verwöhnte, führte ihn dann in mich ein. Gleichzeitig spürte ich seinen Penis tief in meinem Po. Schon nach wenigen Sekunden kam ich so intensiv, wie noch nie – und er mit mir. Das Thema „Anal“ ist seitdem für uns eine tolle Erweiterung des Sexual-Repertoires.“

Andrea, 45, aus Nordhorn

Doktor-Spiele

„Vor zwei Jahren verliebte ich mich in einen Arzt unserer Klinik, in der ich als OP-Schwester arbeite. Dass er ein fundiertes Fachwissen in der menschlichen Anatomie besitzt, lag nahe. Doch dass sein Wissen sich auch derart kenntnisreich auf den weiblichen Körper und dessen Funktionsweise ausdehnte, überraschte mich dann doch. Die klassischen erogenen Zonen der Frau sind den meisten Männern ja bekannt. Doch als ich mit Mark das erste Mal Sex hatte, zeigte er mir, was es mit einer Intimmassage auf sich hat. Bis zu jenem Zeitpunkt hatte ich nicht geahnt, welche Gefühle dies bei mir auslösen könnte. Mit sanftem Druck und kreisenden Bewegungen verwöhnte er mich einige Minuten lang. Erst war ich irritiert, dann überrascht; ein intensives Hitzegefühl stellte sich in meinem Unterleib ein und mein ganzer Körper begann zu zucken. Als er sich kurz darauf über mich beugte und in mich eindrang, hatte ich das Gefühl zu explodieren, so intensiv war mein Höhepunkt.”

Constanze, 41, aus Gräfenroda

Liebesgeflüster am Telefon

„Thomas lernte ich in einem Partnerportal kennen. Unzählige Mails gingen zwischen uns hin und her, in denen wir uns beschnupperten. Irgendwann fingen wir an, zu telefonieren. Schon während des zweiten Telefon-Dates erzählt er mir von seinen Sehnsüchten und sexuellen Wünschen. Er bat mich, ihm meine Unterwäsche zu beschreiben und ihm zu schildern, welche Stellungen ich am schönsten finde. Anfangs war ich völlig verunsichert, hoffte, dass ich es nicht mit einem Perversen zu tun hatte. Doch er erzählte mir, er habe sich bereits in meine Stimme verliebt, es sei ihm ernst. „Mir kann ja nichts passieren“, dachte ich und beschloss, mitzumachen. Es brauchte gar keinen „Dirty Talk“, es reichten schon die Beschreibungen dessen, was man sich mit dem Anderen vorstellte, die jetzt auch mein Kopfkino in Gang setzten. Irgendwann fragte er mich, ob er sich selbst befriedigen dürfe. „Natürlich“, sagte ich, denn auch ich konnte nicht länger an mich halten. Wir kamen beide gleichzeitig zum Höhepunkt; seine Stimme machte mich dabei unglaublich an. Heute haben wir zwar keinen Kontakt mehr, doch ich erinnere mich gern an dieses kleine „Experiment“ zurück.“

Sabin, 37, aus Erfurt

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